Super Smash Bros 3DS Review

Gaming Reviews
8.5

Great

Nintendo bringt den Prügelspaß mit vielen neuen Features und Charakteren auf den 3DS; was euch erwartet, erfahrt ihr hier.

Fünf Jahre nach dem Wii-Titel, dürfen Mario, Link, Pikachu und Co wieder gegeneinander antreten. Dieses Mal aber geht es auf dem Nintendo 3DS zur Sache. Mit vielen neuen Features und einigen Neuzugängen darf der Spieler gespannt sein, was Nintendo hier zu bieten hat.

Vorab sei gesagt, dass die Wii-U Version von Super Smash Bros. noch ein wenig auf sich warten lässt. Das Releasedatum für die Wii-U Version ist der 5. Dezember. Aber bis dahin, kann man sich die Zeit wunderbar mit dem gerade veröffentlichten Super Smash Bros für den 3DS vertreiben.

Ungewohnt: Handheld

Nachdem wir unser System auf den neusten Stand gebracht und ein kleines Update für das Spiel geladen haben, geht es auch schon zur Sache. Das bekannte und gewohnte Menü von Smash Bros. kommt uns entgegen und wir fühlen uns direkt wohl, übersichtlich wie immer. Es ist schön zu sehen, dass Nintendo bei allen Spielen, die derselben Serie angehören, auf Beständigkeit setzt. Durch das Menü gewuselt sehen wir, dass hier einiges vorhanden und viel Neues dabei ist. Da wir uns aber nicht lange mit etwas aufhalten wollen, starten wir direkt den Smash Modus, um uns ein wenig gegen den Computer warm zu spielen.

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Nun können wir uns natürlich noch dafür entscheiden, ob wir alleine oder in einem Team spielen möchten. Auch allgemeine Regeln wie Zeitlimit oder Items können angepasst werden. Charaktere, mit denen wir anderen mal richtig zeigen können, wo der Hammer hängt, wie Mario, Luigi, Link, Zelda, Samus, Cpt. Falcon, Fox und Pikachu dürfen hier natürlich nicht fehlen und sind somit wieder mit von der Partie. Aber auch neue Helden wie zum Beispiel Sonic the Hedgehog, welche erstmalig dabei sein dürfen, können der Nintendo Gemeinde nun zeigen wie es richtig läuft. Zum Start gibt es 38 Charaktere, die ausgewählt werden können. Zusätzlich gibt es zur Zeit 7 geheime Charaktere, die man im Spiel freischalten kann. Ob Nintendo hier zukünftig noch Charaktere nachliefert, ist nicht gewiss, schön wäre es aber. Als Map haben wir die Auswahl zwischen 28 Maps. Leider sind hier nur zwei alt bekannte vorhanden. Schöner wäre es gewesen, wenn man zusätzlich zu den alten, wenn auch nicht alle, einiges an neuem dazu gepackt hätte. Aber auch so, sollte es passen.

Auch erstmalig mit dabei und ein richtig gutes Feature ist es, seinen eigenen Mii in den Kampf zu schicken. Hier lassen sich Boxer, Schwertkämpfer oder Schützen erstellen. Diese können dann, wie die anderen Charaktere auch getuned und ausgerüstet werden. So kann man sich seine eigene Version von Samus Aran machen und dann einmal richtig draufholzen. Im online Modus müssen diese dann aber allerdings außen vor bleiben. Auch lassen sich die selbst erstellen Charaktere später auf die Wii U übertragen, um dann dort den Kampf von Super Smash Bros fortzusetzen.

Auf dem Schlachtfeld geht es direkt los. Nach ein wenig Geplänkel fällt eine der größeren Neuerungen auf. Die Entwickler haben jeder Umgebungen einen etwas dynamischeren Touch gegeben. Somit muss man nun nicht nur auf die Gegner achten, sondern auch was um einen herum passiert. Ob Lugia mit seinem Psystrahl die ganze Karte in Asche verwandelt oder man in einer GameBoy-Welt landet, bei der der Bildschirm immer weiter scrollt, hier ist alles möglich. Dies ist oft eine Herausforderung und kann aber mit Freunden zu lustigen Momenten führen. Daher sollte man darauf achten, auf welcher Map man gerade spielt und sich das entsprechend zu Nutze machen. Beispielsweise, kann man, wenn man weiß, dass die Map gleich nach oben fährt, den Gegner “vorbereiten” und im richtigen Moment nach unten schleudern, um ihn somit außerhalb der Map zu bekommen.

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Das Prinzip des Spieles ist, für die die es noch nicht gespielt hatten, man prügelt und ballert so lange auf den Gegner ein, bis seine Schadensanzeige sich ordentlich gefüllt hat. Je höher die Prozentzahl, desto einfacher ist es, den Gegner dann schlussendlich aus den Socken zu hauen. Hierbei hat man alle möglichen Items zur Auswahl, wie zum Beispiel den Hammer aus den alten Donkey Kong Spielen von 1981 oder Pokebälle, die entsprechend irgend ein Pokémon spawnen lassen. Zu guter letzt gibt es natürlich auch noch den Smash Angriff. Dieser ist für jeden Charakter eine Spezialattacke, der man meistens nicht ausweichen und die richtig viel Schaden anrichten kann. Ansonsten hat man eine Menge Techniken wie Block oder Griffe, um dem Gegner das Leben auf der Plattform richtig schwer zu machen. Nur sollte man aufpassen, dass man bei all dem Chaos und der Hektik, nicht selbst im Aus landet. Hierbei spielt die Steuerung eine große Rolle. Diese ist etwas gewöhnungsbedürftig auf dem 3DS und so kann es passieren, dass man ungewollt einfach mal los sprintet, ohne es wirklich zu wollen. Ansonsten ist es relativ simpel. Am Beispiel von Mario, ist der B-Knopf dafür da, einen Feuerball abzufeuern. Mit Links/Rechts und B kann er mit seinem Cape Geschosse abwehren und Gegner herumwirbeln. Mit Runter B duckt er sich und verspritzt eine Ladung Wasser, um den Gegner wegzustoßen, und zu guter letzt noch mit Hoch B kann Mario einen Supersprung ausführen, welcher sowohl als Attacke, die mehrere Gegner trifft, gelten kann, als auch als rettender Sprung vor dem Abgrund. Generell gilt, dass man mit dem A Knopf die generellen Attacken macht und Items aufhebt. Doch hat man sich ein wenig damit beschäftigt, dann hat man die Steuerung schnell wieder inne. Somit ist es leicht zu erlernen, aber auf jeden Fall schwer zu meistern.

Was die Grafik angeht ist es über die Jahre hinweg natürlich immer ein Stück besser geworden. Der teilweise Comic Stil wird aber weiterhin beibehalten und wir finden, dass dieser auch nicht verändert werden muss. Die Effekte vom Item werfen bis hin zum ultimativen Smash-Angriff sind schön anzusehen und geben dem Spiel erst den richtigen Pepp. Die Soundkulisse steht hier mit schöner Musik sowohl in den Menüs, als auch in den Kämpfen sehr gut dar. Somit bildet das Kampffeeling daraus noch eine wunderbare Athmosphäre, was einen hin und wieder mit dem Spielspaß die Zeit vergessen lässt.

Die Vielfalt des Kampfes

Wie schon angesprochen, gibt es einiges an Menüpunkten beziehungsweise andere Modi. Für Spieler, die lieber alleine spielen oder generell einmal den Singleplayer sich ansehen möchten, gibt es den klassischen Story-Modus mit frei wählbaren Abzweigungen auf der Reiseroute, wo an jeder Wegzweigung ein entsprechender Gegner wartet. Je nach dem welche Abzweigung man genommen hat, findet man unterschiedliche nützliche Sachen wie Gold oder Items. Zum Ende hin kommt man dann wieder zu einem alten bekannten, die Meister-Hand oder entsprechend die Crazy Meister-Hand. Dann gibt es die Smash-Abenteuer, welche mit scrollenden Levels ausgestattet sind, einen Trainings-Modus. Auch Einzelkämpfe mit diversen Einstellungsmöglichkeiten und ein Überlebensmodus, bei dem man sich zwischen den Kämpfen heilen und Extras finden kann, ist vorhanden. Darüber hinaus gibt es auch wieder die Mini-Spiele wie Sandsack-Weitwurf oder das Zerbomben von Zielscheiben. Darüber hinaus gibt es noch einiges mehr an Modi, die dem Spieler stundenlangen Spielspaß bereiten. Wie Super Smash Bros so ist, kommt man davon einfach nicht mehr weg.

Ein Problem hierbei ist, dass sowohl auf dem Schwierigkeitsgrad einfach, als auch normal, zumindest für Smash-Veteranen wie uns, die KI viel zu einfach ist. Hier langt es, wenn man die ganze Zeit mit dem Standardangriff auf die Gegner haut, um die Schadensanzeige entsprechend zu füllen und ihn dann mit einem finalem Schlag aus dem Ring zu kicken. Auch Items nutzen diese Gegner kaum bis gar nicht. Ob das so gewollt ist, sei einfach mal dahin gestellt, lustig wird es, wenn man den Schwierigkeitsgrad dann höher stellt und doch ganz schnell ins Schwitzen kommen kann. Denn nach “normal” ist es dann doch nicht mehr so einfach und die Schwierigkeit steigt exponentiell, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss.

Im Online-Modus gibt es nur sehr wenig, was man wirklich einstellen kann. Auch wenn das Matching-System richtig gut geworden ist und man fast immer gleichstarke Gegner bekommt, so muss man, wenn man denn mehr davon haben möchte, mit oder gegen seine Freunde spielen. Hier hat man dann auch die gewohnten Optionen zur Verfügung. Was gänzlich fehlt, sind Highscore-Tabellen. Dies gilt sowohl für offline als auch für die online Modi.

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Good

  • Leichter Einstieg
  • Sehr viele Modis
  • Herausfordernde Map-Dynamik
  • Eigenen Mii erstellen
  • Charaktere Tunen
  • Gutes Online Matching-System

Bad

  • Zu schwache Gegner auf den ersten Stufen
  • Manchmal ist die Map der schwerere Gegner
  • Keine Highscore Tabellen

Summary

Mit Super Smash Bros 3DS bringt Nintendo sein ganzes Aufgebot an Kampf-Spielspaß erstmalig auf den 3DS mit und fesselt einen von Anfang an. Ob im Shash Abenteuer oder bei den Minigames mit den ganzen Modi wird es einfach nicht langweilig. Leider ist die KI in den ersten zwei Schwierigkeitsgraden etwas schwach, aber dafür haut sie dann richtig rein, wenn man sie schwerer einstellt. Wer doch einmal Abwechslung möchte, kann dann entweder mit oder natürlich auch gegen seine Freunde antreten oder auch gegen zufällige andere Spieler. Die Steuerung ist Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall kommt man sehr schnell rein, doch das Ganze dann zu meistern ist eine ganze Ecke schwerer. Wer sich nicht zwischen der 3DS und der Wii U entscheiden kann, sollte eventuell noch warten, da die Wii U Version wahrscheinlich noch einiges mehr bieten könnte. Doch ist das Feeling auf dem 3DS es auf jeden Fall wert und mit Freunden macht es einfach noch mehr Spaß. Ein großer Vorteil ist eben der Fakt des Handhelds und so kann man den Nintendo Charakteren auch unterwegs einen ordentlich auf die Mütze geben.
8.5

Great

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