Plants vs. Zombies Garden Warfare

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8

Great

 

Die Sonne lacht und an manchen Tagen ist die Hitze gar nicht auszuhalten. Für uns heißt Sonnenzeit gleich Grillzeit, also lockere Klamotten an und ab in den Garten. Für uns könnte es ewig so weiter gehen, währen da nicht die ein oder anderen Spaßverderber-Zombies die unsere gemütliche Grillparty stören wollen.

Im Februar durften die Konsoleros schon in den Genuss kommen und wir schauten erst einmal in die Röhre. Doch vier Monate später war es endlich so weit. Sehnsüchtig haben wir schon darauf gewartet Plants vs. Zombies in den Händen halten zu können und uns erneut in die Schlacht zwischen den lieb gewonnenen Pflanzen und den Störenfried-Zombies zu stürzen. Dieses mal jedoch auf eine komplett andere Art und Weise wie im ersten Teil der Serie. Als Hinweis sei noch gesagt, wer Plants vs. Zombies Garden Warfare auf dem PC spielen möchte, muss dieses über die EA eigene Spiele-Plattform Origin tun.

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In den Garten, fertig, los!

Nach dem Download geht es nun endlich los. Wir starten das Spiel und es begrüßt uns die alt bekannte Musik. Dieses mal aber etwas aufgepeppter. Das Menü ist klassisch, dennoch sehr gut aufgebaut. Die zweite Reaktion gilt erst ein mal den Stickern die wir bekommen haben – als Begrüßungsgeschenk. Dies hat man auch nicht jeden Tag, so klicken wir uns in den Stickerladen und öffnen unsere gerade frisch bekommen Päckchen. Hier bekommen wir einiges brauchbares und sehen aber auch gleich, wenn wir uns neue Sticker holen möchten, dass uns dies wohl etwas kosten wird. Dazu aber später mehr.

Da wir nichts zum ausgeben haben, verlassen wir den Laden und schauen uns direkt den Gartenkommando, welcher den Singleplayer Modus darstellt, an. Wobei Singleplayer nicht unbedingt sein muss. Es ist noch weiterer Platz für bis zu 4 Spieler da, dass heißt, der Singleplayer Modus ist gleichzeitig als Coop nutzbar. Hier haben wir nun die Auswahl von 8 Maps und verschiedenen Schwierigkeitsgraden von “Einfach” bis “VEERRRRRÜÜCKT!!”. Wobei letzteres im wahrsten Sinne des Wortes etwas verrückt währe diesen auszuprobieren. Also starten wir ein Spiel auf Normal und sind gespannt. Nun können wir uns eine von den vier Klassen aussuchen: Erbsenkanone, Schnapper, Sonnenblume und Kaktee. Jede Klasse hat mit verschiedene Waffen ihre ganz spezielle Art dem Team zu helfen. Beispielsweise kann der Schnapper sich in den Boden eingraben, unter dem Feind wieder auftauchen und ihn so verschlingen. Zusätzlich gibt es noch den Boss-Modus. Dieser ist mit dem Commander Modus aus beispielsweise Battlefield zu vergleichen. Natürlich kann man die Klassen noch mit einigen freischaltbaren Extras bestücken, so kann das Aussehen individuell gestaltet werden. So bleibt es jedem frei, ob der Schnapper nun Dornen oder Blätter haben und die Erbsenkanonen etwa einen Hut oder eine Bohne tragen soll. Um alle Spells und Skills nutzen zu können, muss man die Klassen erst unabhängig von einander leveln.

Auf der Map angekommen, hat man nun eine Vorbereitungszeit, in dieser Zeit kann man sich nicht bewegen und somit den Startpunkt auch nicht verlassen. Ist diese rum, so hat man noch mal eine gewisse Zeit sich einen Platz auszusuchen, auf dem man seinen Garten pflanzen möchte. Ist dieser fertig, so hat man die restliche Zeit noch dafür, in den umliegenden Blumentöpfen kleine Helfer zu pflanzen. Doch hier ist zu beachten, dass diese in den Blumentöpfen gepflanzten Helfer sich verbrauchen und somit im Stickerladen immer neu gekauft werden müssen. Hier kommt bei vielen das Buy to Win Gefühl auf. Doch dies hat nur den Anschein. Denn man wird auf jeden Fall genug Münzen zusammen bekommen um sich für jede neue Runde etwas kaufen zu können.

Nach einigen bunt gemischten und immer schwieriger werdenden Zombie-Wellen gegen die wir uns Verteidigen mussten, meldet sich Zomboss zu Wort. Er hat eine Slotmaschine mitgebracht und möchte diese auch nutzen. Hier können wir Glück haben und 500 Münzen pro Slot zu erlangen oder auch Pech, dass wir uns einem Boss gegenüberstellen müssen. Haben wir die Boss-Welle geschafft, bleibt nicht mehr viel übrig, bis wir unser Ziel erreicht und den Garten verteidigt haben. Am Ende müssen wir nur noch ausharren bis uns der gute alte Deppie Dave abholt und uns in Sicherheit bringt. Der Singleplayer beziehungsweise Coop ist gut gelungen und wenn man erst einmal alleine in das Spiel schauen möchte die perfekte Lösung. Leider ist man, wenn man es tatsächlich alleine spielt, manchmal an den Grenzen der pflanzbaren Helfer und man kommt etwas ins Schwitzen. Doch hat man es geschafft, wartet ein Münzenregen der das Ganze wieder ausgleicht. Wer dennoch auf größere Sticker sparen will, der wird alleine nicht weit kommen. Dennoch macht sogar der Singleplayer gegen die KI unheimlich Spaß.

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Pflanzen die es in sich haben

Mit Plants vs. Zombies Garden Warfare revolutioniert Electronic Arts ihr eigenes Spiel. Die Einfachheit des Vorgängers gepaart mit aktuellen Spielen, macht einiges her. So lässt sich das Spiel sehr einfach per Maus und Tastatur steuern. Auch das Spielen mit Gamepad ist möglich, was aber ein wenig Übung verlangt, wie in jedem Shooter. Durch die nicht zu massig auftretende Physik oder sonstigem wie es in Battlefield oder ähnlichen Spielen der Fall ist, konnten die Entwickler einen guten Netcode erstellen, bei dem mittlerweile alle Lags vom Release entfernt wurden und nun alles funktioniert. Auch Bugs sind hier kaum vorhanden.

Das Match beitreten ist unserer Meinung einfacher als in anderen Spielen. Denn dem Spiel fehlt es an einem Server Browser. Dies muss aber jeder für sich selber einschätzen ob er es gut oder schlecht findet. Es ist zumindest einfacher so ein Match zu finden als über dem Browser. So müssen wir einfach auf den Match Button klicken und schon wird nach einer geeigneten Partie gesucht. Diesen Partien kann man auch mit Freunden gemeinsam beitreten, auch dies war in der Konsolen Version bis zum PC Release nicht vorhanden.

Wie schon angesprochen, gibt es in Plants vs. Zombies die besagten Sticker mit denen man sein Inventar erweitern und neue Charaktere beziehungsweise neue Sachen freischalten kann. Diese Währung heißt schlicht Münzen. Für ein neues Pack mit Stickern benötigen wir, je nachdem was für eins wir denn haben möchten, zwischen 1.000 und 30.000 Münzen. Nun haben wir zusätzlich noch die Wahl die Münzen zu erspielen oder eben zu kaufen. Wobei wir Pro Spiel zwischen 1.000 und 15.000 Münzen verdienen können. Der Kaufpreis für die entsprechenden Münzen beträgt 0,99 € für 13.500 und 9,99 € für 200.000 Münzen. Das System ist nicht schlecht, aber für Singleplayer begeisterte leider gar nicht geeignet.

Der Garten im Detail

Seit dem ersten Teil hat sich natürlich einiges getan und so ist die Grafik um vieles besser geworden – abgesehn davon, dass es sich hier nun um einen 3D-Shooter handelt. Der Cominc-Look, den Popcap Games hier weiterhin verwendet, ist sehr liebevoll gestaltet. Kraftvolle Farben, schön anzusehende Umgebung und detailreiche Modells runden die Sache ab. Auch die Animationen der einzelnen Charaktere heben sich voneinander ab. Hier haben sich die Entwickler auf jeden Fall Mühe gegeben etwas zu kreieren, was nicht nur schießen kann. An manchen Stellen jedoch sieht die Grafik, wenn auch nur minimal, etwas verwaschen aus.

Ohne guten Sound und Musik geht natürlich in keinem Spiel etwas. So hat man sich für den Titelsong nur ein Rework angetan, was in dem Fall aber gut gelungen ist. Leider lässt die ingame Musik etwas zu wünschen übrig und schon im Menü wird einem da schnell langweilig, da sich hier nicht viele Lieder auftun. Die Einzelnen Sounds sind gut gemischt und die Effekte der Pflanzen und Zombies können sich durchaus sehen oder in diesem Fall hören lassen.

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Die Masse machts

Der Multiplayer ist in solchen Spielen immer das Herzstück und dem Gebührt auch alle Aufmerksamkeit. Auch hier hat der Entwickler Popcap Games gute Arbeit geleistet. Alle Maps sind liebevoll gestaltet und sehr übersichtlich. Das Balancing kann sich durchaus sehen lassen, denn nur wer wirklich im Team spielt und koordiniert vor geht, gewinnt auch das Spiel. Wer aber mit seinen Teamkollegen sprechen möchte, muss dies über ein Mikrofon tun, welches dauerhaft an ist. Einen Text-Chat wird man vergeblich suchen.

Hat man einmal etwas Ärger mit einem Teammate, so sollte man mit Vorsicht vorgehen, denn verlässt der Spieler das Match, wird man keinen neuen Spieler als Ersatz bekommen und der entsprechende Spieler, welcher das Match verlassen hat, bekommt auch keinen Malus oder gar eine Bestrafung dafür. Das heißt, dies kann man nach Belieben nutzen. Was dazu führt, dass man die Partie in den meisten Fällen verloren hat. Wenn man aber ein ordentliches Team hat, geht einem das Match ganz leicht von der Hand und es macht auf jeden Fall eine Menge Spaß. Folgende Modi stehen zur Verfügung:

    • Team-Deathmatch: Eines der ältesten Modis. Hier gewinnt das Team, das als erstes 50 Abschüsse auf seinem Konto verbuchen kann. Die Matchdauer beträgt hier circa 10 Minuten.
    • Abschuss bestätigt ist ein neuer Modus seit PC Release. Dabei geht es darum, dass man die Abzeichen der getöteten Gegner einsammelt welche als Punkte gehandelt werden.
    • Gärten-und-Friedhöfe ist der Rush-Modus aus Battlefield. Hier müssen die Zombies versuchen nacheinander mehrere Punkte einzunehmen, während die Pflanzen dies verhindern müssen. Wird ein Gebiet eingenommen, schaltet sich automatisch das nächste frei. Durchschnittliche Matchdauer beträgt circa 40 Minuten.
    • In Gartenzwergbombe gilt es, je drei Standorte des gegnerischen Teams zu zerstören. Hierbei muss man sich einen Gartenzwerg schnappen und beim entsprechenden Ort aufstellen. Diesen müsst ihr dann so lange verteidigen, bis er in die Luft geht.
    • Beim Türmatte Modus wird man fürs schlecht sein belohnt. Daher eignet sich dieser besonders für Einsteiger. Denn je schlechter man ist, desto mehr Gesundheit hat man, wenn man beim nächsten mal wieder lebt. Egal wie komisch es sich anhört, es ist im Grunde eine gute Idee.
  • Gartenkommando-Modus, ist der schon angesprochene Singleplayer – welchen man auch als Coop nutzen kann. Hier müssen wir mit bis zu drei Mitspielern gegen immer stärker werdende Zombiewellen antreten und als Pflanzen einen Garten verteidigen. Von Zeit zu Zeit kommen auch Bosswellen hinzu. Die Zahl der angreifenden Zombies orientiert sich an der Anzahl der Mitspieler.

Der Nachteil dabei ist, dass es nicht wirklich viele Karten gibt und so muss man sich mit denen vergnügen die vorhanden sind. Ein dazu kaufen oder selbst erstellen, ist leider nicht möglich. Wobei ein Editor mit Sicherheit den Langzeitspaß durchaus erhöht hätte.

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Fazit

 

Summary

Plants vs. Zombies ist ein Shooter der etwas anderen Art. Angelehnt an Spielen wie Battlefield und Co, hat man durch den Comic-Stil sehr viel Spaß dabei sich als Pflanze oder Zombie seinen Gegner zu stellen. Das Spiel verbreitet vom ersten Moment an gute Laune und hält dies auch bis zum Schluss. Ausbalancierte und gut durchdachte Maps sorgen dafür, dass man mehr als nur rumballern muss. Mit 6 Modis, inklusive dem Singleplayer-Coop Mode, hat man einiges an Auswahl, so dass einem hier nicht all zu schnell langweilig werden kann. Die Anzahl der Maps lässt aber leider zu wünschen übrig. Auch ist kein Editor vorhanden, was dem Ganzen dann leider die Luft raus nimmt. Zum PC Release von Plants vs. Zombies gab es einige Probleme, die aber mittlerweile größtenteils gefixt worden sind. Das Kaufsystem mit Münzen ist im generellen nicht schlecht, lässt aber die Singleplayer Sparte ins Schwitzen kommen, da man oft an seine Grenzen oder sogar darüber hinaus kommt. Im Großen und Ganzen ist das Spiel sehr gelungen und hat auf jeden Fall einen gewissen Suchtfaktor. Wer mal etwas anderes als Battlefield sehen möchte, ist mit Plants vs. Zombies definitiv richtig. Ein paar Dinge gibt es leider, an den wir uns stören, aber dies ist nicht so schwerwiegend.
8

Great

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