NHL 15 Review

Gaming PS4 Reviews
8

Great

Die Schlittschuhe ausgepackt, jetzt gehts mit NHL 15 aufs Eis.

Auch dieses Jahr gibt es einen weiteren Teil der NHL Serie. Mittlerweile ist man bei 15 angekommen und zum Jubiläum möchte Electronic Arts natürlich auch ein wenig glänzen. Wie viel von diesem Glanz tatsächlich übrig bleibt oder es von außen nur so aussieht, werden wir in diesem Testbericht erläutern.

Vorab möchte ich, gerade zu diesem Spiel, einmal erwähnen, dass es niemals leicht ist eine Spieleserie über eine so lange Zeit aufrecht zu erhalten. Vor allem dann nicht, wenn jedes Jahr eine neue Version heraus kommt. Aber nimmt man sich der Herausforderung an, so ist man natürlich auch in der Pflicht den Spielern entsprechenden Content zu bieten und hier hapert es bei solchen Reihenauflagen leider immer am meisten.

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Aufs Eis gelegt

Startet man das spiel, erscheint ein schon durch Madden oder FIFA bekanntes Menü. Wer diese spiele schon gespielt hat oder noch spielen wird, wird sich sehr leicht zu Recht finden. Dies ist eine der Stärken von Electronic Arts, dass man hier auf Beständigkeit setzt. Wir starten gleich den Modus be a Pro, welcher darauf setzt, dass man sich hier von einem no-Name Spieler zu einem Welt-Star hochspielt. Denn hier kann man nur einen einzigen Spieler spielen und um diesen muss man sich auch fortlaufend kümmern. Zum ersten Mal in der NHL Reihe, kann man auch weibliche Charaktere auswählen doch die Auswahl lässt mit zwei Möglichkeiten doch sehr zu Wünschen übrig, denn bei den Herren hat man dann doch knappe 30 zur Auswahl. Möchte man dann nun einen Spieler wählen, sollte man sich einmal den Vergleich ansehen wie das Bild links zum Spieler rechts passt. Auch hier hätte man deutlich mehr machen können. Es muss zwar kein Create a Sims werden, doch wenn es um einen Spieler geht, den man individualisieren möchte, wäre es schön gewesen, etwas mehr zu können.

Hat man seinen Spieler ausgewählt und entsprechend einen Namen vergeben und sich für ein Team entschieden, kann man noch Skillpunkte vergeben. Hier sind die Kategorien in Angriff und Defensive unterteilt. Danach geht es auch direkt los mit dem schnellen dynamischen , taktischen Stellungsspiel. Was mir an diesem Spiel besonders gefällt ist die sehr glaubwürdige Physik und die physikalisch nachvollziehbare Kontakte zwischen den Spielern. Selbst ein Physiker des Schweizer Cern-Instituts wurde abgeworben um den Puck endlich als Scheibe darzustellen. Eine Scheibe, die auch mal kullert oder sich überschlägt. In den Vorgängerversionen wurde immer von einer Kugel ausgegangen. Ein großer Schritt in Richtung Realismus. Hier kommt das Spiel mit beweglichen Trikots und einer guten Mimik dem realen Sport ein ganzes Stück näher. Dennoch ist man von Spielen wie Madden und Fifa besseres gewohnt. Die Defensive steht zudem geordneter, ist um aufmerksame Manndeckung bemüht. Doch die Reaktionsfähigkeit der Torhüter lässt aus jeder Position zu wünschen übrig.Im Großen und Ganzen hat Electronic Arts aber nicht viel verändert. Ansonsten wäre es eventuell von kleinerem Vorteil, wenn man den Puck etwas besser sehen könnte.

Neben dem Be a Pro Modus gibt es auch das schnelle Spiel, eine Karriere als Manager und Trainer, die Fantasy-Liga, das Erleben bedeutender Momente vergangener und der aktuellen NHL-Saisons sowie das schnelle Onlinespiel. Somit wurden hier ein paar Abstriche gemacht. Somit ist auch das Grundlagentraining leider nicht vorhanden. Hier hatte man sich z. B. bei Madden sehr viel mühe gegeben. Electronic Arts hat aber auch schon angekündigt hier definitiv mit Updates nachzubessern. Eventuell kann man dann auch wieder seine eigene Musik in das Spiel einbringen, was zur Zeit nicht möglich ist.

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Good

  • Verbesserte Grafik
  • Sehr gute Physik
  • Realistischeres Publikum
  • Viele kleine Details

Bad

  • Einige Modi fehlen
  • Keine eigene Musik
  • Manchmal dumme Torwart aktionen
  • Manchmal nicht nachvollziehbare Trainer Entscheidungen
  • Geringe Weiterentwicklung des Vorgängers

Summary

Gerade Besitzer von „NHL 14“ werden den Nachfolger nur als besseres Grafik-Update betrachten. Denn was den Inhalt angeht, hat Electronic Arts mächtig die Bremse angezogen. Zwar sind beliebte Spielarten wie Be-A-GM oder das Ultimate Team mit an Bord aber dennoch fehlen freie Turnier- oder Playoff-Modi. Es wird im Oktober noch ein 5-gegen-5-Online-Modus nachgepatcht werden und auch weiteres soll durchaus noch kommen. In wie weit sich das noch entwickelt bleibt abzuwarten. Doch dieses Spiel ist nur für wahre Fans was und auch hier würden wir wie bei FIFA 13 auf dem PC lieber auf die nächste oder übernächste Version warten.
8

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