NBA Live 15 Review

Gaming PS4
7

Good

Alle Jahre wieder versucht Electronic Arts sich auch im Basketball mit dem Konkurrenten von 2K zu messen. Ob es gelingt erfahrt ihr natürlich hier.

Im letzten Jahr hatte Electronic Arts massive Kritik für NBA Live 14 eingeheimst. Die durchschnittliche Wertung des Spieles lag bei 43/100. Ein Wunder, dass Electronic Arts trotzdem an der Reihe festhält und es auch dieses Jahr versucht. Im Normalfall lernt man aus so großen Patzern und versucht alles daran zu setzen es besser zu machen. Zumindest sagte Producer Sean O´Brien von EA, dass man sich nun mit jedem Teil der Serie verbessern möchte. Somit plant man schon bis NBA Live 17. Wie und ob der große Publisher sich daran hält, werden wir euch in unserem Artikel erzählen.

Korbleger Vorprogrammiert

Wir starten das Spiel, auch hier gibt es, wie bei fast allen anderen Sport Spielen von EA, direkt beim ersten Start ein Update. Hiernach werden wir direkt in ein sehr umfangreiches Tutorial geführt. Dies hat uns schon im neuen Madden gefallen, ist hier aber nochmal um einen Ticken besser erklärt. Unter anderem liegt es daran, dass man hier die Aktion, welche man ausführen soll, noch einmal extra vorgeführt bekommt. Somit sollte am Ende des Trainings jeder, ob Profi oder Neueinsteiger, einen guten Einstieg in die Welt des Basketballs haben.

Nach unserer Trainingseinheit sind wir also bereit für unser erstes Match. Direkt werden wir auch in das NBA Finale von den Cleveland Cavaliers gegen Oklahoma City Thunder geworfen. Hier können wir auch gleich unser Können unter Beweis stellen. Hier sieht man auch direkt, dass die Grafik sich auf jeden Fall sehen lassen kann. Realistische Spieler Modelle, bei denen man auch Schweißperlen auf der Stirn sieht, sind nur eines der Highlights. Auch das Publikum wurde verbessert. Doch wenn wir uns das Publikum aus FIFA 15 zum Vergleich nehmen, dann zieht NBA Live 15 leider definitiv den kürzeren und auch die Mimik der Spieler ist nicht so berauschend wie wir es uns hätten gewünscht. Im Gesamtbild schön anzusehen, doch hätte man hier auch auf die Details achten können. Die ESPN-Lizenz sorgt hier für ein großes Plus. Hier hat man, ähnlich wie bei NHL, auch reale Live Szenen mit eingebunden und möchte somit auch für etwas Abwechslung sorgen.

Nach den ersten paar Minuten im Spiel merkt man, dass sich die neue Spielweise sehr positiv auf das verbesserte Gameplay auswirkt. Die ausgeübten Aktionen am Ball laufen meist flüssig ab und nach einer üblichen Eingewöhnungszeit beherrscht man sowohl Defensive als auch Offensive. Die Steuerung ist sehr einfach gehalten und es macht Spaß die Charaktere über das Feld zu scheuchen. Dabei scheint es in manchen Fällen viel zu einfach zu sein dem Gegner den Ball abzunehmen oder gar schwere Korbleger zu absolvieren. Mit dem richtigen Timing kann man somit jeden Ball zu Punkten verwandeln ohne viel getan zu haben. Wobei Timing hier das kurze an tippen des Controllers gemeint ist. Die KI ist im Vergleich zum Vorjahr um einiges verbessert worden und macht sich besonders in den schwierigeren Stufen ziemlich gut. Mit dem leichten Schwierigkeitsgrad schenkt sie dem Spieler dennoch zu viel Freiraum und viel zu oft auch den Ballbesitz. Dennoch macht es nun durch die Spielweise durchaus Spaß und kann sich auch sehen lassen.

An den für den Spieler interessanten Informationen wurde auch reichlich gewerkelt. So hat jetzt jeder Spieler auf dem Feld eine entsprechende Anzeige für Müdigkeit, Ausdauer und die Wahrscheinlichkeit einen Wurf zu verwandeln. Somit kann man direkt eingreifen und ist besser darauf vorbereitet. Die Auswahl der Spieler, welche man anspielen möchte, erfolgt über die Schultertaste und dem jeweiligen Zeichen. Somit ist auch hier eine flüssige Spielweise vorprogrammiert.

 

Schön anzusehen ist auch, dass es nun auch eine entsprechende Physik für NBA Live 15 gibt. Leider ist diese noch zu schwach um sich wirklich darüber zu freuen. So hat man in der Defensive noch Probleme mit dem Blocken da alle Vorteile, für welche diese steht, hier nicht so ganz genutzt werden können, wie man es sich vorstellt. Beispielsweise ist das Handling der Spieler mit der Körperkraft und das Deckungsverhalten etwas zu wage. Insgesamt fehlen uns aber auch die Stärken der hauseigenen Ignite Engine. Diese kommt in Madden und FIFA besonders zum Vorschein und dürfte eigentlich in diesem Spiel auch nicht fehlen.

Was die Soundkulisse angeht, so bietet NBA Live 15 zwar einiges an Stimmung, aber lassen die Fans nach einer halben Stunde des Matches irgendwie doch immer gleich klingen. Die Spieler freuen sich sichtlich auf dem Spielfeld und auch vom Coach ist ab und zu eine Anweisung zu hören. Das Spiel an sich hört und fühlt sich somit ziemlich echt an und auch die Musik ist ziemlich abwechslungsreich. Die Kommentatoren hingegen sind leider noch schlimmer als in FIFA. Diese wiederholen alles mehrmals und legen kaum Emotionen an den Tag.

NBA Live 15 bietet, wie auch schon die Vorgänger, wieder die gewohnten Spielmodi wie Freundschaftsspiel, Karrieremodus wie Be a Pro als Spieler und Manager, Live Season und einen Ultimate-Modus. Diese Modi bieten den gewohnten Spielspaß und entsprechend Abwechslung. Wer etwas Neues ausprobieren möchte, wird leider enttäuscht werden, aber wie in allen Sport Spielen von EA ist dies hier auch nicht unbedingt nötig.

Im Karrieremodus, was so aufgebaut ist wie Be a Pro, spielt man sich, entweder als einzelner Spieler oder als Manager, ganz an die Spitze. Als Spieler selbst hat man somit die Möglichkeit seinen Pro Charakter entsprechend zu Trainieren und das eigene Team zum Sieg zu führen. Als Manager hingegen muss man dafür Sorge tragen, dass das Training stimmt, neue Spieler gesucht und mit ihnen natürlich auch Verträge ausgehandelt werden. Wenn alles passt und das Team gut genug ist, hat man die Chance auf die Meisterschaft und sogar diese durch die Play-offs zu gewinnen. Um das Team zu verbessern, müssen wir gewisse Erfolge erzielen. Hier zählt beispielsweise eine Siegesserie oder wenn wir neue Spieler über einen längeren Zeitraum auf dem Spielfeld lassen.

Der Bereich der Live Season ist so gestaltet, dass man aktuelle Spiele und auch die der NBA-Geschichte entsprechend nachspielen kann. Hierfür gibt es Big Moments, Hot Spot und NBA Rewind. In diesem Modus geht es an sich darum, die entsprechenden Vorgaben zu erfüllen. Schafft ihr dies, so könnt ihr euch Punkte verdienen, die ihr zu Verbesserung eures Teams nutzen könnt.

Good

  • Sehr gutes Tutorial
  • Leichter Einstieg
  • Sehr gute Spielerdetails
  • Flüssige spielweise
  • Spielmodi der EA Sportreihen

Bad

  • Gelangweilte Kommentatoren
  • Ignite Engine kommt nicht zum tragen
  • KI manchmal zu einfach zu besiegen
  • Defensive zu schwach

Summary

NBA Live 15 ist definitiv besser als der Vorgänger. Es macht eigentlich ziemlichen Spaß mit der Atmosphäre in der Halle und den schnellen Spielzügen und der einfachen Steuerung. Die Grafik ist schön anzusehen und die Soundkulisse lassen das Spiel lebendiger wirken. Leider fehlt es an allen Ecken an ein paar Details. So ist die Physik, das Publikum und die Kommentatoren beispielsweise noch nicht ganz ausgereift. Hier besteht auf jeden Fall noch Verbesserungsbedarf. Electronic Arts hat versprochen, dass das Spiel jedes Jahr Verbesserungen erhalten wird und man kontinuierlich daran arbeitet. Persönlich finden wir, dass Electronic Arts mit NBA Live 15 eine gute Richtung eingeschlagen hat aber es braucht wohl noch ein wenig Zeit um auszureifen. Somit würden wir erst einmal den Nachfolger abwarten wollen.
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