FIFA 14 Review

Gaming PS4 Reviews
7

Good

Nach circa einem Jahr, rollt der Ball in die nun schon 20. Runde. Mit EA Sports FIFA 14 hat Electronic Arts somit ein kleines Jubiläum. Ob es dem auch wirklich gerecht wird und was unsere Redaktion zu dem Spiel zu sagen hat, könnt ihr hier nachlesen.

Im Wandel der Zeit, hat sich FIFA immer ein wenig verändert. Dennoch gab es nur selten so große Änderungen wie von FIFA 13 zu FIFA 14. Dies könnte natürlich auch die starken Verkaufszahlen erklären.

Als Hinweis sei noch gesagt, wer Fifa 14 auf dem PC spielen möchte, muss dieses über die EA eigene Spiele-Plattform Origin tun.

Den hab ich… nicht! Oder vielleicht doch?

Die Steuerung wurde sowohl sichtlich als auch im Hintergrund angepasst. In den ersten Minuten fällt einem sofort die langsamere Spielweise auf und generell scheint es, als wäre die Steuerung komplett anders, als in den Vorgängern. Doch hat man sich einmal daran gewöhnt, scheint die Steuerung von FIFA 13 gar nicht so weit entfernt zu sein.

Nichts desto trotz ist die langsamere Spielweise in diesem Fall gar nicht so schlecht. Dies erhöht den taktischen Teil des Spieles enorm und somit kann man seine Spielzüge viel besser vorausplanen als wenn man schnelle Spielzüge machen müsste. Außerdem ist dies auch für Spieler von Vorteil, die bisher keine längere Erfahrung in diesem Spiel beziehungsweise in dieser Spieleserie haben. Darüber hinaus gibt es natürlich auch wie in den Vorgängern vor dem Spiel viele taktische Einstellungen, welche einem helfen das Spiel zu optimieren und eine gewisse Tiefe zu erreichen.

Aber nicht nur diese Änderungen wurden gemacht. Viele kleine technische Details dürfen gut und gerne genannt werden. Beispielsweise wurde die KI stark verbessert. Am besten merkt man dies, dass sie sich mehr anbietet und besser freiläuft. Das Handling mit dem Ball ist durchweg besser. Auch das Tempowechsel beim Sprinten, das die Abwehr Lücken schnell zu macht, um ein vorankommen des Gegners zu verhindern und die Tatsache, dass die Fähigkeit des Spielers nun besser berechnet und ersichtlich ist, lässt das Spiel um einiges realistischer wirken. Letzter Punkt fällt in dem Sinne auf, dass Star Spieler die beispielsweise im Normalfall gut Sprinten können, dies nun auch deutlich besser tun als Spieler, welche eben nicht so gut von den Stats her sind. Anderes Beispiel wäre das Pass verhalten. Auch hier kann es bei etwas schlechteren Spielen mehr zu Fehlpässen oder Ballverlust kommen. Vor allem aber, so unschöne Sachen wie die Kollisionsabfrage wurden nun angepasst.

Ein weiterer Punkt ist, dass man viele Möglichkeiten hat, sein Ballgefühl, seine Taktik und sein generelles Können zu verbessern. Hier hat EA einiges eingebaut und dies sollte man sich auch als Könner des Spieles ruhig einmal anschauen.

Was uns nicht gefällt ist das Typische FIFA Menü. Dies baut sich weiter in Richtung Konsole aus und lässt sich zwar wunderbar mit dem Gamepad bedienen, doch für Spieler, welche das Spiel lieber mit Tastatur spielen, ist es nicht gerade einfach gehalten.

Das größte Ärgernis aber ist, dass Eletronic Arts es leider wieder einmal nicht schafft neuste Technik von Konsole auf den PC zu portieren. Somit muss man hier auf die hochgelobte Ignite Engine, welche das Spielgefühl und den technischen Aspekt des Spieles nochmal deutlich anhebt, leider verzichten. Wann und ob dies überhaupt für die PC Fassung nachgereicht wird, steht leider aus.

  

Fußball für das Auge

So ein Spiel soll natürlich nicht nur technisch was bieten können, sondern auch einigermaßen gut aussehen. Hier hat sich zu FIFA 13 aber leider nicht wirklich was verändert.

Beim genaueren Hinsehen, stellt man fest, dass die Animationen etwas verbessert wurden und die Spielergesichter und Trikots zwar detaillierter gestaltet sind, aber dennoch nur aufpoliert zu sein scheinen. Dennoch kommen diese durch die Lizenzierung von EA gut zur Geltung. Hier kann der Publisher mit über 33 lizenzierte Ligen, mehr als 600 Clubs und über 16.000 Spielern gut auftrumpfen und sticht somit jegliche Konkurrenz gnadenlos aus.

Doch was definitiv ins Auge fällt, ist das Publikum. Dies wurde stark verbessert und kommt sehr viel detailreicher her als in den Vorgängern.

Aber nicht nur ins Auge, sondern auch ins Ohr fällt die großartige Soundkulisse, welche sich dem Spieler während einer Partie bietet. Mit einer realistischen Stadionstimmung, Fängesängen und die Durchsagen in der entsprechenden Ländersprache, ziehen den Spieler fast schon direkt in das Spiel und auf den Platz. Was zu guter letzt natürlich nicht nur die Motivation steigert.

Natürlich haben wir auch dieses mal wieder gute Kommentatoren dabei. Doch wie immer ist das Problem, dass diese sich nach kürzester Zeit wiederholen und das Ganze dann etwas Monoton wirken lassen.

  

2on2? Eh… 1on1?

Der Mutliplayer ist hier natürlich das non Plus Ultra und was wäre FIFA auch ohne einen? Es gibt eine Menge Modis, welche man nun bestreiten kann.

Ob nun den Karrieremodus alleine oder mit anderen Spielern den Pro Club im 2on2 gegen die KI oder einen zufälligen Gegner oder den Ultimate Modus, hier ist für jeden etwas dabei.

Erfreulicherweise hat Eletronic Arts hier sehr viel am Netcode gebastelt. Das heißt, es kommt weniger zu Synchronisationsfehlern, Lags oder ähnlichem. Auch die Ladezeiten sind stark gekürzt. So hat man nur am Anfang eines Matches kurz ein paar Ruckler. Doch nach Anpfiff ist alles gut und das Feeling kommt hierdurch noch mehr rüber.

Unschön dabei ist aber, dass viele Spieler sich scheinbar, trotz jeglicher Lösungsversuche, nicht miteinander verbinden können.

Der beliebte Modus FIFA Ultimate, welcher in Russland und Brasilien zum Standalone Free to Play Fifa ernannt wurde, ist hier natürlich auch wieder dabei und sogar verbessert worden. Hier kann man von über 8.000 Spielern auswählen, die Trikots anpassen so wie Spielstil und Aufstellung anpassen und somit sein eigenes Traumteam erstellen. Natürlich kann man mit diesem Team dann auch gegen andere Spieler antreten und entsprechende Belohnungen, wie etwa Münzen mit denen man sein Team verbessern kann, abstauben. Aber nicht nur das, EA hat auch extra eine App dafür entwickelt. So kann man nun auch von unterwegs, wenn einem Langweilig ist, den Transfermarkt beobachten und eventuell den ein oder anderen Topspieler abgreifen.

Was nicht nur uns, sondern vermehrt der Community aufgefallen ist. Es wurde hier am 2on2 Modus gespart. So kann man nur noch 2on2 gegen den KI Gegner spielen, aber nicht mehr gegen menschliche Gegner. Auch hier hoffen wir, dass dies wieder nachgereicht wird.

 

Summary

Viele kleine Neuerungen, wie beispielsweise verbesserte KI und Steuerung so wie Handling, lassen den Titel im neuen Glanz erscheinen. Auch die vielen Lizenzen und detailreichen Spieler und das lebhaftere Publikum, bringen hier ein richtig gutes Fußballfeeling rüber. Doch schaut man genauer hin und beschäftigt sich mit dem Spiel ein wenig mehr, dann merkt man, dass es ohne diese Kleinigkeiten, zumindest für den PC, nur ein neu aufgesetztes FIFA 13 ist. Das Hauptaugenmerk, die neue Ignite-Engine von Electronic Arts, welches das Spiel um einiges verbessern soll, ist leider nur für die XBox One und PlayStation 4 geplant. Wann und ob das Ganze noch für den PC nachgereicht wird, ist zur Zeit nicht klar. Auch der fehlende 2on2 Modus hat in der Community schon ein wenig für Empörung gesorgt. Im Großen und Ganzen scheint FIFA 14 sich aber realistischer "anzufühlen" und ist für Neulinge definitiv nicht verkehrt. Ob Fans der Serie lieber auf nächstes Jahr warten und somit auf die neue Ignite-Engine hoffen, auf die Next-Gen Titel warten oder sich damit abfinden und der Serie treu bleiben, muss jeder für sich selbst entscheiden.
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