Dragons Dogma Dark Arisen Review

Gaming PC Reviews
7.5

Good

Drei Jahre nach dem Originalspiel von Dragon’s Dogma kommt nun in Europa für den PC das Remake Dark Arisen heraus. Wie sich das Spiel schlägt und ob sich ein Blick lohnt, könnt ihr natürlich in unserem Review erfahren.

Eine Fantasyreiche Rollenspielwelt

Seit gut einem dreiviertel Jahr dürfen japanische Spieler durch die Welt von Dragon’s Dogma laufen. Hierzulande können wir es nun seit Januar. Viel verändert hat sich zu dem damaligen Originalspiel von vor 3 Jahren aber nicht. Die Entwickler haben mit Absicht vieles so gelassen wie es ist und nur neue Inhalte hinzugefügt die als DLC oder ähnlichem erschienen sind. Natürlich wurde der technische Aspekt dabei nicht unbedacht gelassen.

Aber erst einmal von Anfang an. Zu Beginn können wir uns einen Charakter erstellen. Hierfür können wir, mit einer Vielzahl an Möglichkeiten, entsprechend das Aussehen anpassen. Hierbei legen wir uns auch gleich für eine Klasse fest, die aber im Verlauf des Spieles nach belieben geändert werden kann. Außerdem ist später eine Vermischung der Klassen möglich, was wir für sehr gelungen halten und uns natürlich zu experimenten verführt. Danach finden wir uns auf einer Halbinsel wieder die gerade von einem Drachen angegriffen wird, nach einer kurzen Sequenz geht die Action auch schon los und wir dürfen uns für eine der Waffen die auf dem Strand herumliegen entscheiden. Nachdem wir das getan haben, geht es auch direkt in den Kampf. Dieser hält aber nicht lange an. Was können wir auch schon gegen einen Drachen ausrichten der mehr als 100 mal größer ist als wir selbst. Und dies ist auch die eigentliche Geschichte.

Wir Spielen die Rolle eines Helden, dem beim Kampf mit einem Drachen in seiner Heimatstadt Kassardis das Herz herausgerissen wurde. Gewöhnliche Menschen sind nach so einer Aktion meistens tot. Wir jedoch, finden uns in einem Bett wieder. Die Brust schmerzt und mitten drin eine riesige Narbe. Mit einem großen Fragezeichen über den Kopf, machen wir uns erst einmal auf und versuchen aus dem Haus zu kommen. Wie wir im späteren Verlauf erfahren, sind wir auf dem Kontinent Gransys und angeblich, je nachdem für welches Geschlecht wir uns entscheiden, der oder die Eweckte. Zumindest nennt uns jeder schon kurz nach dem wir aus unserem komatösen Schlaf aufwachen.

Von dort an machen wir uns auf die Suche nach dem Drachen und unserem Herz, welches wir natürlich gerne wieder hätten.

Die Spielwelt von Dragon’s Dogma Dark Arisen ist den Entwicklern sehr gelungen. Sie hat gefühlt die Größse von Skyrim und man kann sehr viel entdecken. Auch kommen wir relativ früh in sehr belebte Regionen und Städte, was es nicht so eintönig werden lässt. Die Reise in der Welt gestaltet sich jedoch etwas schwierig, denn ein Pferd oder gar eine andere Form der Schnellreise ist nicht gegeben. Einzig so genannte Reisesteine können genutzt werden. Diese finden wir in der Welt aber eher selten. So müssen wir Kilometer lange Strecken mühsam zu Fuß zurücklegen. Was in der Anfangsphase anstrengend werden kann, da, sollte man denn rennen, man sehr schnell auß der Puste kommt.

Kampfsystem und Quests

Das Kampfsystem in Dragon’s Dogma ist eines der unter den wenig guten in Rollenspielen. Hier geht es nicht einfach darum, den Gegner so langweilig wie möglich zu vermöbeln, sondern taktisch vorzugehen. Ein einfaches drauf losholzen ist also ziemlich wenig effektiv. Ganz im Gegenteil, man muss die Schwachstellen der einzelnen Monster ausfindig machen und diese gezielt angreifen. Da der Kampf in Echtzeit abläuft, kann dies mitunter ziemlich schwierig werden. Vor allem gefallen hat uns, dass wir in so manchen Bosskämpfen auch auf den Rücken des Monsters klettern und von dort aus unsere Attacken starten konnten. Hierbei ist auch so manches Fabelwesen vertreten.

Vom Schwierigkeitsgrad her ist Dragon’s Dogma ziemlich fordernd, ob nun bei Kämpfen oder Quests, man kann im Vornherein nicht einschätzen ob man dafür entsprechend geignet ist oder nicht. Weder eine Levelanzeige noch ein Hinweis für Stärke oder ähnliches ist zu sehen. Dies kann für neulinge in solche Rollenspiele schon schnell mal zu Frust führen. Aber auch für Spieler die sich bereits länger mit solchen Spielen auseinander setzen kann es im Endcontent des Spieles vorkommen, dass man das ein oder andere mal stirbt und es öfters versuchen muss. Dabei ist dies nicht unbedingt negativ zu werten. Denn wir lieben Herausforderungen, aber manchmal kann es auch zu gut gemeint sein. Jedoch kann jeder dem es irgendwann zu viel wird, einen Gang runter schalten und das Spiel auf leicht weiter spielen.

Vasallen und die KI

Was wäre ein Rollenspiel ohne eine Gruppe von Mitstreitern, die einem zur Seite stehen, wenn es brenzlig wird. Dabei hat Dragon’s Dogma ein ganz besonderes System. Als KI-Begleiter sind sogenannte Vasallen dabei. Diese können an so genannten Riftsteinen angeworben werden. Dabei ist es wichtig, sein Team ausgewogen aufzustellen. Eine Gruppe bestehend aus einer einzigen Klasse sieht zwar gut aus, richtet aber im zweifelsfall kaum bis gar nichts an.

Der große Vorteil der Vasallen ist nun, dass sie uns beispielsweise im Kampf verraten, wo sich die Schwachstelle des Gegners befindet. Auch bei Quests können die leider sonst auch sehr Gesprächsfreudigen Mitstreiter in Form von Hinweisen behilflich sein.

Technischer Aspekt überholt

Im Gegensatz zur Inhaltlichen Seite, hat sich technisch schon einiges verbessert. Spieler können sich über weitaus mehr FPS freuen und sogar eine Auflösung bis zu 4K bestaunen. Die Grafik erinnert an Spiele wie Dark Souls oder ähnlichem und ist mit schärferen Texturen schön anzusehen. Jedoch sollte man nicht zu viel erwarten. Denn spezielle Auflösungen wie etwa Widescreen wird nicht standardmäßig unterstützt und alles was hochgescaled wird, sieht nur bis zu einem gewissen Grad schön aus. Auch bei der Sichtweite hat sich einiges getan, Grafiken laden flüssiger und poppen nicht einfach im Bildschirm auf.

Bei der Qualität der Charaktere und Animationen sind wir eher hin und her gerissen. Einerseits sieht es nicht unbedingt schlecht aus. Betrachtet man aber Charaktere vom nahen, so möchte man lieber wegschauen. Auch die Synchronisation ist hier etwas schief gelaufen. Die Lippen bewegen sich unkontrolliert zum gesprochenen Text und passen gar nicht überein.

Die Musik, das Ambiente und jegliche Sounds die sonst zu hören sind, sind stimmig und bringen sehr viel Freude beim spielen.

Ein großes Makel ist, dass es nur einen einzigen Speicherplatz gibt. Dies ist für ein größeres Rollenspiel nicht gerade gut. Denn wie oft möchte man etwas ausprobieren und lieber einen weiteren Speicherpunkt festlegen, nur zur Sicherheit. Das Speichern an sich dauert unter umständen auch leider etwas länger, aber es hält sich gerade noch im Rahmen.

Beim spielen an sich, empfehlen wir eher auf Steuerung mit dem Controller umzusteigen. Hier haben die Entwickler natürlich den Konsolen Part sehr gut portiert und die Kämpfe sind so flüssig und ohne Probleme mit Kamera und Co spielbar. Wer doch lieber mit Tastatur spielen möchte, der sei hier leider vorgewarnt denn es könnte das ein oder andere Problem während des Kampfes aufkommen.
Mikrotransaktionen sind glücklicherweise aus dem Spiel entfernt worden.

Fazit

 

 

Wer das Spiel damals weder gekauft noch gespielt hat, kann mit Dark Arisen auf jeden Fall nichts falsch machen. Wer schon einmal in den Genuss kommen konnte, sollte eher die Finger weg lassen.

Summary

Dragon's Dogma Dark Arisen kommt mit einer Spielzeit von etwa 35 Stunden und hat vom Inhalt der Originalversion schon einiges zu bieten. Mit viel Erkundungen und Nebenquests, kann man aber auch schon mal fast das Doppelte an Zeit in das Spiel stecken. Technisch gesehen ist es um einiges besser als die drei Jahre alte Fassung, aber dies sollte nicht all zu viel Verwunderung stiften. Auch sollte man hier sich nicht auf zu viel freuen, denn einiges wie schlechte Synchronisation oder komische Animation kann dann doch eher abschrecken. Doch das macht die Tiefe der Spielwelt und der Menge des Inhaltes wieder wett.
7.5

Good

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