Die Sims 4 Review

Gaming PC Reviews
7

Good

Echte Emotionen. Verrückte Storys. Damit bewirbt Electronic Arts das neue Die Sims 4. Ob es dem gerecht wird, werden wir hier erläutern.

Nach 5 Jahren, hat Electronic Arts nun den Nachfolger von Die Sims herausgebracht. vieles wurde im Vorfeld schon mit Argwohn begutachtet, aber dennoch haben Sie sich nicht vom Weg abbringen lassen. Was wir dazu zu sagen haben, könnt ihr nun hier nachlesen. Als Hinweis sei noch gesagt, wer Die Sims 4 auf dem PC spielen möchte, muss dieses über die EA eigene Spiele-Plattform Origin tun.

Die Sims 3 war mit allen Erweiterungen die es zum Ende hin zu bieten hatte schon relativ perfekt. Genau hier setzt der Frust der Spielergemeinde ein. Denn abgesehen von den ganzen Features, welches die Addons geboten haben, fehlen weit über 80 Features aus dem Grundspiel. Bei dieser Zahl kriegt man Anfangs natürlich erst einmal einen kleinen Schock. Aber beim genaueren betrachten fällt einem auf, das Features wie unebenes Terrain oder Pools fast nie genutzt wurden und im Grunde auch wenig Sinn machen. Dennoch sind Sachen wie Krankheiten oder Kleinkinder auch davon betroffen und hier möchte man doch meinen, dass es den Spielspaß um einiges angehoben hat. Wer die Ganze Liste an fehlenden Features einmal sehen will, kann sich diese auf der Fanseite Ts4news.com einmal anschauen. Wir möchten daher mit dem Test so weit es geht nur auf das Grundspiel an sich eingehen und schauen wie es sich zum aktuellen verhält.

Der Kreativität freien lauf lassen

Startet man das Spiel, so fallen einem schon die ersten Unterschiede auf. Der Figuren-Editor ist so gut wie eh und je, bei der Gestaltung der Kleidung fehlt aber das Farbrad. Hier hat man die Wahl zwischen bereits bestehende Haushalte die man schon hat oder von der Community herunterladen kann oder man erstellt einfach selbst eine und mal ehrlich, die Bindung an die Charaktere weitaus stärker, wenn man sich um Eigenkreationen kümmert. Wir wollen natürlich selbst einen erstellen und schauen uns einmal um. Das “Genexperiment”, welches wir entdecken, kann z.B. nicht nur die Kinder basierend auf den visuellen Eigenschaften der Eltern generieren. Zusätzlich kann man den Familienstammbaum sowohl in die Seite als auch nach unten ausfüllen, indem man Geschwister für Erwachsene oder deren Eltern erstellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Natürlich kann man das Ganze auch noch komplett selbst gestalten und dem Zufall den Laufpass geben. Hier kann man entsprechend das Körperteil anklicken und die Maus dann so ziehen, bis alles passt. Wer aber etwas wirklich gutes erreichen möchte, der sollte etwas Geduld mitbringen. Denn so etwas kann einen schon in den Bann ziehen.

Ist man mit dem erstellen fertig, folgt der Hausbau. Der Hausbau ist wesentlich einfacher gestaltet und man hat viel mehr Auswahlmöglichkeiten als im Vorgänger. Darüber hinaus gibt es nun die Option, dass verschiedene Höhen entsprechend automatisch angeglichen werden. Doch auch hier fehlt leider wieder das Farbenrad um eine noch individuellere Gestaltung zu erreichen. Auch hier kann man vorgefertigte Sachen aus der Community herunterladen und die Auswahl hier ist schon riesig. Wer also keine Lust auf selber bauen hat, platziert einfach diese Häuser oder entsprechend fertige Zimmer, die es ingame gibt. Allerdings ist es hier nicht möglich die Einrichtung mit Texturen oder Farben zu versehen.

Bei der Auswahl der Spielwelt ist aufgefallen, dass man sich für eine “Region” entscheiden muss und in dieser ist man auch mehr oder weniger gefangen. Das heißt nicht, dass man nicht auch andere besuchen kann oder darin interagieren, es ist nur leider kein richtiges “open World” mehr vorhanden in dem man die Sims der ganzen Stadt beobachten kann. Generell ist der Platz an dem man sich das Haus aussucht, eher begrenzt und so kann man sich zwischen ein paar Fertighäusern und selbst bauen entscheiden. Das heißt, schickt man einen seiner Sims los, so geht er ein paar meter und schwups, ist er verschwunden und taucht in der anderen Region, wie zum Beispiel seinem Arbeitsplatz auf. Natürlich funktioniert das in Die Sims 4 ohne Autos, denn diese sind vorerst, wie so vieles in diesem Spiel, nicht mehr verfügbar. Schlimmer hat es aber das getroffen, dass die Zeit für die Sims die gerade nicht in der aktiven Region sind, stehen bleibt. Das heißt, dass leben oder die Aktionen bleiben solange an dem Punkt, bis man wieder zu Ihnen zurückkehrt. Wie als würde man das Spiel aus- und zu einem späteren Zeitpunkt wieder anmachen.

Dennoch spielt sich Die Sims 4 im Grunde wie die Vorgänger. Doch schaut man genauer hin, so entdeckt man viele Kleinigkeiten die verbessert wurden. Das beste Beispiel hier sind die Animationen und Gesichter. Hierbei ist es völlig gleich, welche Emotion der jeweils einzelne Sim hat, alle beeinflussen die Umgebung und natürlich den Sim auf seine Art und Weise. Sprich zu jeder Gefühlslage gibt es eigene Interaktionen und Reaktionen von den Sims. Am besten sieht man dies auch bei Berufen. Wenn man den Sim hart arbeiten schickt um gute Leistungen zu bringen, ist er danach oft gereizt. Dies sieht man nicht nur, auch lässt er es seine Umwelt spüren. Aber ein wenig in den Spiegel geblickt und sich gut zugeredet oder den Frust bei anderen Personen ausgelassen, im Sinne von darüber geredet zu haben, oder einfach nur eine heiße Dusche genommen und schon ist unser Sim wieder glücklich. Eine weitere Neuerung in Die Sims 4 ist, das Multitasking und verbessertes “denken”. Die Sims versorgen sich somit mit allem nötigen selbst. Noch mehr als sie es bisher getan haben. Somit hat man mehr Zeit sich um andere Dinge zu kümmern und das Leben der Sims zu beobachten. Aber obwohl die KI verbessert wurde, gibt es auch Sachen wie Pathfinding oder nutzbare Sachen, wo die Sims immer noch ihre Macken haben.

Ein wichtiges Feature in der Spielereihe ist natürlich das schließen von Freundschaften und Beziehungen und dies geht in Die Sims 4 leichter denn jeh – ja sogar fast automatisch. Wir haben unsere zwei erstellten Turteltauben einmal zu einer Bar in die Stadt geschickt und hier bewegen sie sich frei und versuchen so viele Menschen wie möglich kennen zu lernen und jeder von ihnen möchte natürlich auch einen gewissen Eindruck hinterlassen. So prägt und beeinflusst der Charakter und die Stimmung der Sim merklich die Umgebung. Nach ein paar Stunden, haben wir einige neue Freunde gefunden und der Mann im Haus war am Ende leider etwas gereizt, da seine Witze wohl nicht so die Anerkennung gefunden haben, wie er sich das gewünscht hatte. Nun können wir aber die kennen gelernten Sims jederzeit erreichen und mit ihnen interagieren.

Auf der technischen Seite gibt es nicht all zu viel zu erzählen. Die Sims 4 basiert, wie auch seine Vorgänger, auf Comic-Grafik und lebt natürlich davon. Leider ist es aufgrund einiger Einsparungen um das Spiel wohl auf Geräte mit schwächerer Leistung zu portieren, manchmal etwas unschön was einem als Textur verkauft wird. Clippingfehler oder Farbkleckse sind hier auch hin und wieder anzutreffen. Dies wird auch nicht die sehr guten Animationen und Gesichtsausdrücke wett machen. Die Athmosphäre erreicht aber mit dem neuen Ableger einen neuen Höhepunkt. Das Sitcom-Feeling greift hier voll ein. Und wer kennt nicht die Sendungen wo es kein Script gibt und der Moderator nur kurz ein Thema an einzelne Personen abgibt. Genau so darf man sich das vorstellen. Nur eben fesselnder. Was den Sound betrifft ist es so, dass es wirklich gute Musik gibt, diese ist aber leider nur in Baumenüs oder im Hauptmenü zu hören. Die generelle Soundkulisse darf sich aber sehen lassen, hier hat man noch ein wenig gefeilt und konnte zusätzlich für die abgerundete Athmosphäre punkten.

Good

  • Verbesserte KI
  • Schöne Animationen
  • Ausdrucksstarke Gesichter
  • Viele kleine Details
  • Gute Soundkulisse und Musik
  • Einsteigerfreundlicher als Vorgänger
  • Mehr Interaktionen je nach Gefühlslage
  • Soziale Aspekte viel einfacher

Bad

  • Oft schlechtere Texturen
  • Clipping-Fehler
  • Hin und wieder schlechtes Pathfinding
  • Kein open World Modus
  • Viele gestrichene Features
  • Wer den Vorgänger kennt, verliert den Langzeitspaß

Summary

Insgesamt macht Die Sims 4 auf der einen Seite einen guten Eindruck aber auf der anderen Seite fällt es schon wieder ab und es macht sich Ernüchterung breit. Wer die vorherigen Teile der Serie nicht gespielt hat, findet in Sims 4 ein Spiel, was wirklich Spaß machen kann und einem das Sitcom-Feeling an den PC holt. Kenner der Serie werden sich schwer tun, denn mit den gestrichenen Features, wird man schnell an Grenzen stoßen, die in Die Sims 2 oder 3 nicht vorhanden waren. Aber schaut man genauer hin, so hat Electronic Arts hier auch natürlich einiges verbessert. So ist es um einiges einsteigerfreundlicher geworden und der wichtigste Punkt die Sociale Interaktion zwischen den Sims, läuft fast von alleine. Auch um die Grundbedürfnisse kümmern sich die Sims hauptsächlich alleine was einem Zeit lässt sich um andere Dinge zu kümmern. Je nachdem was Electronic Arts noch plant, kann aus die Sims 4 im späteren Verlauf noch einiges herausgeholt werden. Doch hoffen wir alle, dass es nicht zu teuer wird und man sich alles, was man in Die Sims 3 schon hatte, neu erkaufen muss.
7

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